…der Gabriel ist mal wieder umgekippt! Dieses Mal beim Thema TTIP und Schiedsgerichte. Und da wundert sich der Tüp ernsthaft, dass seine SPD nicht mehr über 19% in den Umfragen kommt. Sein nächstes Ziel: die Fünf-Prozent-Hürde! Vielleicht sollte ihm mal einer erklären, dass Politik kein Limbo ist.
Monat: Mai 2016
Das Basecap
Ich als passionierter Hobbybaseballer habe zugegeben eine besondere Beziehung zu meinem Cap. Es repräsentiert den Verein für den ich spiele, spendet meinen Augen den ersehnten Schatten und kuhl aussehen tut’s in der Regel auch. Umso mehr könnte ich mich darüber aufregen, wie in den letzten Jahren das Basecap zum Modeartikel ohne Sinn, Verstand und Etikette vorkommen ist.
Am schlimmsten ist, dass die Leute Caps tragen von Teams, von denen Sie noch nicht mal wissen, welchen Sport sie überhaupt betreiben. Warum will denn eigentlich keiner wissen, welche Marke ihr da spazieren tragt? Und Stichwort Etikette: könnt ihr euch mal bitte angewöhnen, die depperten Silber glänzenden Aufkleber ab zumachen? Leute, das Ding sieht einfach nur dämlich aus und hat nix, aber wirklich gar nix mit Authentizität zu tun. Wisst ihr wie mensch diesen Aufkleber in den USofA nennt? Douchebag stamp, zu deutsch etwa Trottelbriefmarke. Passender könnte ich es auch nicht ausdrücken. Oder die höchste Form des Dinge-nicht-zu-Ende-denkens: Cap rückwärts aufsetzen und dann eine Sonnenbrille tragen. Aua.
Das Tragen eines Caps ist damit zur perfekten Metapher für unsere Konsumgewohnheiten geworden: alle müssen eins haben, weil es einfach Mode ist und so. Kritische Auseinandersetzung mit dem was auf dem Hut steht oder wo das Produkt herkommt? Fehlanzeige. (An der Stelle wäre es wohl überflüssig zu erwähnen, dass die meisten Caps von kleinen Kinderhänden in Bangladesch oder Mexiko gefertigt werden.) Stattdessen rennt mensch als Werbefläche für Dinge durch die Gegend, von denen die allermeisten absolut keine Ahnung haben. Besser noch: ihr bezahlt dafür sogar ne ganze Menge Kohle um als uninformierte Werbefläche zu fungieren! Dies ließe sich natürlich analog für so jedes Modeprodukt durchspielen. Horden an Sportswear-Soldaten in ihren Abercrombie-Fitch-Uniformen, die durch die Städte ziehen, sind der beste Beweis. Das ist nichts anderes als die freiwillige Unterordnung des Menschen unter Mode und Produkt und die völlige Aufgabe jeder Verantwortung für unseren Konsum. Das lässt meiner Meinung doch sehr tief in unseren Gemütszustand blicken.
Ich, Arschloch
Der kleine Katastrophentourist in mir wir wünscht sich ja mittlerweile klammheimlich, dass der Trump El Presidenté der USofA wird. Die größte real life trolling went terribly wrong-Aktion aller Zeiten, nur so um zu sehen, was passiert und wie genau er es in den Sand setzen wird. Und um am Ende sagen zu können, der Typ ist genau der, den ihr verdient habt, weil er für alles stand, was ihr in den letzten 40 Jahren gefordert habt.
Ich hoffe inständig, der verbliebene gesunde Menschenverstand kann sich ein letztes Mal dem kleinen Katastrophentouristen erwehren….
Outsourcing
Hach…was mensch nicht mittlerweile alles outsourcen kann. Flüchtlinge outsourcen: CHECK! Ok ok, das ist fast schon ein alter Hut, aber erinnert ihr euch noch an die Petry und ihren Schießbefehl? Selbst den konnten wir mittlerweile an die Türkei outsourcen! Sehr gut Schland, Exportweltmeisterbesieger aller Klassen!
Happy 16/05/04!
May the fourth be with you!
Überraschung!
Greenpeace hat einen TTIP-Vertragsentwurf geleakt und alles ist offensichtlich noch viel schlimmer als befürchtet.
Es ist schon merkwürdig. Eigentlich erwartet ich pauschal das schlimmste von der Politik und bin dann trotzdem enttäuscht, wenn dann genau das eintritt, was ich erwartet habe.