Also, ich hätte ja nie gedacht, dass es mal so weit kommt, aber ich werde jetzt mal über meinen eigenen Schatten springen *hüpf* und etwas gutes über einen CSU-Politiker sagen: *räusper* Lieber Herr BM Müller, ich finde Sie weniger Scheiße als Ihre Parteikollegen. (Für meine Verhältnisse ist das schon ein großes Kompliment!) Ab und zu rutscht Ihnen mal ein Gedankengang raus, der Hand und Fuß hat und der nicht purem Opportunismus, sondern, so unterstelle ich Ihnen, einem gesunden Menschenverstand und moralischen Grundüberzeugungen entspringt.
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sieht die Forderung seiner eigenen Partei nach einer Flüchtlingsobergrenze skeptisch. „Wir können keine Zäune um Deutschland und Europa bauen“, sagte der CSU-Politiker [..] Angesichts weiterer großer Fluchtbewegungen sei „egal, was wir hier festlegen“. Die Menschen würden nicht fragen, ob sie kommen dürften. Für die Flucht macht er zudem Europa mitverantwortlich. „Wir haben unseren Wohlstand auf dem Rücken der Entwicklungsländer aufgebaut. Diese Spannungen entladen sich“, sagt er.
Die größten Flucht-Bewegungen würden zudem noch bevorstehen, da sich Afrikas Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln werde. In der Sahara sollen bis zu einer Million Menschen auf der Flucht gestorben sein. Das zeigt die ganze Dramatik, sagte der Minister. Auch seien noch Millionen Syrer und Iraker auf der Flucht, nur ein Bruchteil sei bisher in Europa.
Auch Ihr handling bei der Weiterentwicklung der MDGs fand ich vorbildlich. Bitte mehr davon und bitte erklären Sie auch ihrer Partei mal, dass der Anspruch christlicher Nächstenliebe (so banal er eigentlich auch ist) auf die sich Ihre Partei regelmäßig beruft, für alle Menschen Gültigkeit haben sollte, nicht nur für fette und deutlich zu wohlsituierte Bayern. Danke