Es könnte alles so einfach sein…

Auch wenn aktuelle Gesetzesvorhaben in Frankreich schon wieder in die völlig falsche Richtung zeigen, so sei doch mal lobend erwähnt, dass gleichzeitig das Gesetz, welches es Supermärkten vorschreibt, Lebensmittel die nicht mehr verkauft werden können, an karitative Zwecke (Tafeln etc.) zu geben, nochmals verschärft wurde.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle noch irgendwas pointiertes zur Rolle des Staates schreiben. Aus Zeitmangel gibts (vorerst) nur die Argumentationslinie:

Staat schafft es nicht seine gesamte Bevölkerung mit bezahlbaren Lebensmitteln zu versorgen –> Zivilgesellschaft springt ein, um den Bedürftigen zu helfen –> Staat erlaubt der Zivilgesellschaft seine Fehler zu korrigieren –> Zivilgesellschaft hält Staat für generös, weil Zivilgesellschaft die Probleme des Staates lösen darf

Zum Vergleich: in Deutschland dürfen Supermärkte Lebensmittel, die sich dem MHD nähern, nicht abgeben, weil wegen Hygienestandards und Bürokratiebullshit und so. Schlimmer noch: sie schließen die Mülltonnen für die Lebensmittel weg. Wenn sich jemensch die Lebensmittel aus den Tonnen moppst, gilt dies als Diebstahl und ist strafrechtlich relevant.

Warum gibt es ein solches Wegwerfverbot nicht auch in Schland? Um die Argumentationslinie bezüglich der Rolle des Staates noch mal aufzugreifen, für Schland müsste das in etwa so aussehen:

Staat schafft es nicht seine gesamte Bevölkerung mit bezahlbaren Lebensmitteln zu versorgen –> Zivilgesellschaft springt ein, um den Bedürftigen zu helfen –> Staat sagt nein –> Hartz IV/Perspektivlosigkeit/X-gida

Zufälle gibts…

In Paris ist gerade Klimakonferenz und Tausende wollten anreisen, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Schade nur, dass in Frankreich komplettes Demonstrationsverbot gibt, dem Ausnahmezustand sei dank. Dann halt keine Weltverbessererdemos. Gut so! Die stehen ja eh immer nur im Weg rum…