Fußball ist scheiße!

Jawohl! Und zwar aus ganz ganz vielen Gründen. Einer wird heute sehr trefflich in der taz beschrieben:

Der allerschlimmste Ort aber ist das Fußballstadion. Das Prinzip lautet: Ich trage einen roten Schal, deshalb hasse ich alle, die einen grünen Schal tragen. […]

Schon bei der Anreise müssen die feindlichen Gruppen mit einem großen Polizeiaufgebot auseinandergehalten werden, weil sie sonst aufeinander losgehen würden. Das muss man sich mal vorstellen. Nur weil sie Anhänger eines anderen Sportvereins sind. Ich meine, jeder ist ja Fan von irgendwem. Aber wir Bernd-Begemann-Fans würden nie auf die Idee kommen, die Spacken auf einem Revolverheld-Konzert anzugreifen. Die sind zwar doof, aber so was tut man eben nicht. Wir laufen auch nicht herum und grölen: „Revolverheld, die dümmste Band der Welt, intellektuell meilenweit entfernt, von unserem Bernd.“ Obwohl es stimmt.

Betrunkenes Grölen in großen Gruppen, undifferenzierter Hass, bedingungslose Treue zur eigenen Organisation, unsanktioniertes schlechtes Benehmen in öffentlichen Verkehrsmitteln – das macht die Faszination Fußball aus.

Sowas gibt’s in keinem anderen Sport. Und das nennt der Michel dann euphemistisch „Fankultur“. Hinzu kommt natürlich noch, dass Fußball als Sport einfach nur absolut hohl ist: das einzige was mensch können muss, ist laufen und strunzdumm sein, sonst nix. Das ist wahrscheinlich auch Grund warum der Deutsche zu ihm eine so innige Beziehung pflegt. Ohne Anspruch kann sich auch noch der letzte Depp, natürlich vom Sofa aus, als Sportexperte profilieren. Und in diesen Mist wird dann so viel Kohle reingepumpt, die dann für die interessanteren Sportarten fehlt. Damit ist Fußball wohl das perfekte Spiegelbild unser Gesellschaft.

So, das wollte ich schon immer mal loswerden. Ich geh dann jetzt Baseball spielen..a smart persons sport