Rock ‚N Roll statt Überwachung

Was setzt mensch Terroristen entgegen? Mehr Überwachung und höhere Grenzzäune?

Bei den Terroranschlägen in Paris 2015 starben 89 Menschen im Bataclan. Damals spielten Eagles Of Death Metal. Ich will nicht behaupten, dass ich ein diehard EODM-Fan bin, auch wenn ausdrückliche Sympathien hege und das ein oder andere Lied mitsummen könnte, aber das folgende Video über die Ereignisse  hatte mich seiner Zeit doch erstaunlich tief bewegt:


Und heute kehren die Jungs nach Paris zurück und spielen fucking Rock ‚N Roll. Das Video dazu ist nicht weniger bewegend:

Was setzt mensch also Terroristen entgegen? Sicherlich nicht die Abschaffung der eigenen Freiheit. Ist es vielleicht ein offener Geist, irgendwelche Werte, der unbedingte Wille der Logik des Terrors nicht folgen zu wollen? Ich weiß es nicht, wahrscheinlich alles ein bisschen. Was aber in jedem Fall funktioniert, ist der pure Spaß am Leben und eben fucking Rock ‚N Roll. So muss das!

Und es kommt, wie es kommen musste…

Schland schickt Bomber nach Syrien und offensichtlich gibts für sowas nicht einmal einen Parlamentsvorbehalt mehr. Gleichzeitig wird die Überwachung im Inneren weiter ausgebaut und mit dem Finger auf Geflüchtete gezeigt, weil sich unter diesen ja auch Terroristen befinden könnten.

Sascha Lobo gleicht das ganze mal mit der Realität ab:

  • die Attentäter wurden fast alle in Frankreich geboren, trotzdem wird wiederholt die Flüchtlingsdebatte mit dem Terrorismus verknüpft
  • die Attentäter waren fast alle (7 von 8) behördlich bekannte, verdächtige Islamisten, trotzdem wird die Überwachung der Bevölkerung intensiviert
  • die Attentäter haben offenbar unverschlüsselt kommuniziert, trotzdem werden sie als Argument gegen Verschlüsselung missbraucht

Und wie genau Anschläge verhindert werden, wenn in Syrien weiter gebombt wird, erschließt sich mir auch noch nicht zur Gänze.