Unser neuer bester Freund und Waffenkäufer Saudi-Arabien setzt jetzt Streubomben im Jemen ein. Ist natürlich doof, dass dieser nette Verbündete Waffen einsetzt, die er erstens nicht bei „uns“ gekauft hat und die zweitens, auch noch völkerrechtlich geächtet sind, da sie unverhältnismäßigen Flächenschaden verursachen und nicht zwischen Kombattant und Zivilist unterscheiden können.
Da ich weder Jurist noch Waffenspezialist bin, wirft das für mich direkt wieder die Frage nach der Definition von geächteten Waffen auf: Alternative für Saudi-Arabien wäre es doch, statt der einen Streubombe, mehrere „normale“ und offensichtlich menschenwürdigere Sprenggranaten in das gleiche Wohngebiet zu schießen. Was daran weniger verwerflich sei, ist mir schleierhaft, da das Ergebnis das Gleiche bleibt: normale Granaten töten auch Menschen ohne Zivilisten verschonen zu können, was meiner eigenen Definition von „unverhältnismäßig“ schon sehr nahe kommt. Ich vermute hier soll zwischen dem guten Töten mit netten Waffen (das sind dann wohl unsere) und anderen „bösen“ Waffen unterschieden werden um gewisse Freund-Feind-Bilder weiter zu unterstützen. Wir sind die Guten, denn unsere Waffen sind Friedenswaffen, während die da drüben ja die Bösen sein müssen, weil sie geächtete Waffen einsetzen. Anders kann ich mir solche reißerischen Schlagzeilen nicht erklären, denn inhaltlich macht die Unterscheidung für mich kaum Sinn: auch mit Friedenswaffen lässt sich prima flächendeckend töten.
Frage in die Runde: übertreibe ich da schon wieder oder verstehe irgendwas nicht richtig?
Drohnen zählen übrigens auch den netten Friedenswaffen.